ZUTATEN
Vier Semmeln
125 g schwarze Bohnen „Black Turtle“ (oder Kidney Bohnen)
mittelgroße Zwiebel
70 g zarte Haferflocken
Zwei Knoblauchzehen
1El Soja – oder Lupinensauce
1El Senf
1El edelsüßes Paprikapulver
1Tl Kreuzkümmel
1 Gute Prise Salz und Pfeffer
ein Ei und 40 g Semmelbrösel (für die vegetarische Variante)
25 g Mehl (für die vegane Variante)
Für das Rhabarber-Ketchup:
eine Stange Rhabarber
etwas Wasser
etwas Zucker
Tomatenmark
Salz
bei Bedarf Honig und Zimt
Linsen, Bohnen und Co. sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Ernährungsbestandteil weltweit. Eine Renaissance erleben sie hierzulande, seit Rufe nach einer klimaschonenden und fleischärmeren Ernährung lauter werden. Auch in Niederbayern ist der Anbau und Verzehr von Hülsenfrüchten ein Thema für Landwirtschaft und Verbraucher. Ein Thema, das viel mit Genuss zu tun hat – und vielfältiger als gedacht ist, wie z.B. die vom Kompetenzzentrum für Ernährung veröffentlichte Broschüre REGIONALE EIWEISSPFLANZEN – Besondere Schätze auf den Tellern der Zukunft veranschaulicht.
Unser Genussbotschafter Bernhard Senkmüller hat deswegen ein tolles Burger-Rezept entworfen, das ihr unbedingt einmal ausprobieren solltet: Den niederbayerischen „Black Turtle“-Burger. Der Name bezieht sich auf die Sorte der Bohnen, die „Black Turtle“, welche bei den Anbauversuchen der Lfl am besten abgeschnitten hat und vor allem für die niederbayerischen Boden- und Wetterverhältnisse wunderbar zu passen scheint. Die Bedingungen ermöglichen es, dass die kleine schwarze Bohne den Landwirten große Erträge einbringen kann. Das bedeutet: Wer beim Burger auf Hülsenfrüchte setzen will, muss nicht auf Importware zurückgreifen, sondern kann die Bohnen auch regional beziehen.
Mehr zu besonderen Speiseleguminosen für den ökologischen Landbau in Bayern findet ihr auch auf der Webseite der Landesanstalt für Landwirtschaft. Dort führt unter anderem Andrea Winterling ein Anbautagebuch, welches etwaig interessierten LandwirtInnen Einblicke gewährt in diese interessanten Kulturen.
Zubereitung:
Die Bohnen über Nacht einweichen (mind. 12 Stunden) und am nächsten Tag 45-60 Minuten weichkochen. Durch ein Sieb abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu einer weitgehend homogenen Masse formen. Am besten funktioniert hierbei ein Stampfer, der unten nicht nur gewellt ist, sondern oben auch noch mal einen zweiten Lochaufsatz hat. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und mit den restlichen Zutaten zur Bohnenmasse geben.
Für die vegane Variante 25 Gramm Mehl hinzufügen und den Teig eine Stunde im Kühlschrank lagern, bevor man die Pflanzerl weiterverarbeitet.
Die vegetarische Variante lässt sich relativ rasch nach Fertigstellung verarbeiten. Hierfür nehmen wir für die Masse noch ein Ei und etwa 40 Gramm Semmelbrösel dazu.
Dazu ein Probepflanzerl formen, von beiden Seiten anbraten und auf Festigkeit überprüfen. Gegebenenfalls noch etwas Semmelbrösel oder auch Mehl hinzufügen.
Zu diesem Burger passen wunderbar selbst gemachte Pommes und in Frühjahr ein feines Rhabarber-Ketchup.
Dazu einfach eine Stange Rhabarber schälen, in kleine Stücke schneiden und in einem kleinen Gefäß mit etwas Wasser und Zucker 5 Minuten weichkochen und pürieren. Hierzu noch etwas Tomatenmark und wenig Salz geben und bei Bedarf noch mit Honig und Zimt süßen.
Burgerpans vom Bäcker des Vertrauens (oder selbstgebacken) mit den Black Turtle Patties belegen, mit Rhabarber Ketchup, knackigen Salatblattl sowie ein paar feingeschnittene Essiggurken und Zwiebeln garnieren und zusammen mit selbstgemachten Pommes und einem frischen Salat bei der nächsten Grillparty genießen.
Quelle: Bernhard Senkmüller, Genussbotschafter der Genussregion Niederbayern
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