GENUSSORT BAYERN 2018/2024

Stubenberg – hochprozentiger Heimatgenuss

Die Rottaler brennen für ihr Streuobst – und erhalten 2024 bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung „GenussOrt Bayern“

LAGE:

Stubenberg liegt am südöstlichen Rand des Landkreises Rottal-Inn, umgeben von Ering, Wittibreut und dem gut acht Kilometer entfernten Simbach am Inn. Die Gemeinde setzt sich aus den Ortschaften Fürstberg, Stubenberg und Prienbach zusammen.

 

EINWOHNER:

1.427 (Stand: 31. Dezember 2023)

 

GESCHICHTLICHES:

Die heutige Gemeinde Stubenberg wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern mit dem Gemeindeedikt von 1818 geschaffen. Als erste Inhaber Stubenbergs wird das Adelsgeschlecht der Closen aufgeführt. Bereits 1401 soll sich ein Zweig der Closen nach Stubenberg benannt haben. Später ging die Hofmark an das Adelsgeschlecht Baumgarten über. Stubenbergs Burg wurde im Österreichischen Erbfolgekrieg zerstört. Stubenberg ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ering, eine Folge der Gebietsreform.

 

GENUSSORT: 

Stubenberg ist 2018 und 2024 als „GenussOrt Bayern“ prämiert worden. Die Rottaler Gemeinde ist bekannt für ihre Streuobstwiesen. Darauf werden viele alte Sorten kultiviert und daraus entstehen allerlei Edelbrände. Dies überzeugte die Jury.

Nachdem bereits 2018 die Freude über die Auszeichnung zum „GenussOrt Bayern“ groß war, hat sich die im Rottal liegende Gemeinde Stubenberg bei der zweiten Wettbewerbsrunde einmal mehr ins Zeug gelegt. Und tatsächlich gab es die begehrte Prämierung 2024 erneut. In den Fokus der Bewerbung stellte man Edelbrände aus alten, seltenen und handverlesenen Streuobstsorten. Denn das ist ein Stubenberger Alleinstellungsmerkmal: Streuobstwiesen und jede Menge Ideen, was sich daraus machen lässt.

 

Stubenberg liegt geschützt in einem Seitental, was das Klima für den Obstanbau, besonders für alte Apfelsorten, sehr begünstigt. Kaum sorgt der Frühling für die Blütenpracht, kommen Scharen fleißiger Arbeiter zum Einsatz. Die Honigbienen von Imkern der Region sorgen gemeinsam mit den Wildbienen für die Bestäubung. Beliebt ist auch der Honig, der auf diese Weise entsteht.  

 

Die schönsten Äpfel werden verkauft oder eingelagert und zu weiteren Produkten verarbeitet. Bekannt ist Stubenberger Apfelsaft, Most oder milder Edelbrand. In der „Schnapsbrennerei Fritz Wieland“ oder der „Edelbrennerei Prienbach“ wird seit Generationen destilliert. Ein Augenmerk legt man darauf, die Produkte nicht nur selbst herzustellen, sondern auch vor Ort zu vermarkten und  erlebbar zu machen. Viele Gastronomen bieten Gerichte mit den heimischen Produkten an, in den Brennereien gibt es Verkostungen.

 

Infolge der ersten Auszeichnung 2018 hat man in Stubenberg weitere Streuobstwiesen angelegt. Bestehende wurden neu bepflanzt.  Seit 2015 finden die Rottaler Mostwochen statt, bei denen Gastronomen der Region im Herbst dazu einladen, Mostgerichte in ihren Betrieben zu verkosten. Es gibt Streuobstwiesenfeste, Ausstellungen, Kochkurse und dergleichen mehr. Höhepunkt ist die Kür der Rottaler Mostkönigin.

 

Hintergrund: „GenussOrte Bayern“

Im Rahmen des Wettbewerbs „100 GenussOrte Bayern“ hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus im Jahr 2018 erstmals Orte prämiert, die qualitativ hochwertige, regionale Spezialitäten herstellen und diese für den Verbraucher erlebbar machen. 2024 wurden erneut 50 Orte prämiert. Ein „GenussOrt“ kann eine Gemeinde oder eine Stadt sein, in der ein regionaler Zusammenschluss aus mehreren Akteuren genussbringend zusammenwirkt.

 

Die„GenussOrte Bayern“ sind Teil der Premiumstrategie für Lebensmittel des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, einzigartigen Produkten aus Bayern mehr Aufmerksamkeit zu geben und ein neues Bewusstsein für besondere, regionale Lebensmittel zu schaffen.

 

Quelle: Monika Bormeth, freie Journalistin im Auftrag der Genussregion Niederbayern, 2025

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus mit Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung und den Bezirk Niederbayern.

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