ZUTATEN
70 g weiche Butter
80 g Zucker
4 Eier
90 g altes Sauerteigbrot
Zimt nach Geschmack
1 Messerspitze Nelken- oder Nelkenwurzpulver
50 g Zartbitterschokolade
ZUBEHÖR
sechs 150 ml Weckgläser (oder feuerfeste Formen, früher gab es extra Puddingformen, die sich für ein Wasserbad eignen)
großes, tiefes Blech oder Auflaufform
Dass Brot hart wird, passiert jedem von uns. Doch wusstest du, dass anders als heutzutage in früheren Zeiten selbst hartes Brot so gut wie nie weggeworfen wurde? Stattdessen haben unsere Vorfahren das Brot weiterverwertet. Wir haben uns auf die Suche nach den köstlichen Rezepten gemacht, mit deren Hilfe unsere Großmütter einst die leckersten „Reste-Gerichte“ gezaubert haben.
Brot – unser Kulturgut
Brot ist eines der ältesten und wichtigsten Lebensmittel der Welt. In Deutschland gehört es sogar zu den Grundnahrungsmitteln. 98 Prozent der deutschen Bevölkerung essen es täglich. Um diese wichtige Kultur zu erhalten, hat UNESCO sogar das deutsche Brot zum immateriellen Weltkulturerbe gekrönt. Schon deswegen ist es also viel zu schade, um im Müll zu landen!
#genießenstattwegwerfen
In den letzten Jahren haben wir für dich in alten Kochbüchern gestöbert, unzählige, leckere Rezepte auf die heutige Zeit umgemünzt und fotografisch festgehalten. Dabei sind wir auch auf viele Brotverwertungsgerichte gestoßen, die du ganz einfach nachkochen kannst.
Von herzhaft bis süß: Die niederbayerischen Reste-Rezepte zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit aus und passen so zu jeder Jahreszeit. Jetzt im Herbst bieten sich beispielsweise die geschmalzene Bierbrotsuppn oder die Breznsuppn an. Wer es etwas aufwendiger und deftiger mag, kann sich an ein Leberknödelsuppe wagen. Auch die Knödelliebhaber kommen nicht zu kurz, denn von einfachen Semmel-, über Kräuter-, Kürbis- bis zu Maronenknödel, ist der Verwertung von alten Semmeln keine Grenze gesetzt.
Es gibt aber auch viele süße Rezepte, in denen altes Brot eine neue Verwendung bekommt. Zu unseren Lieblingsrezepten zählen hier der saftige Kirschenmichel oder die babbad-süßen Zwetschgenbavesen. Und ganz neu, vielleicht auch schon mit dem Blick auf Weihnachten, haben wir für dich ein altes Rezept für Schwarzbrot-Pudding getestet und ein wenig abgewandelt. Wir versprechen euch: Nachmachen lohnt sich!
Und so geht’s:
Zuerst das Brot fein mahlen und den Ofen auf 160 Grad Umluft schalten.
Eier trennen. Butter mit Zucker in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Eigelbe langsam hinzugeben. Anschließend Gewürze und Brotbrösel untermischen. Eiweiße steif schlagen und anschließend vorsichtig unter die Masse heben.
Schokolade grob hacken und auf die Weckgläser verteilen. Puddingmasse vorsichtig in die Formen füllen. Auf das Blech stellen und mit Wasser möglichst vollfüllen (die Puddingmasse sollte zu mindestens einem Drittel im Wasserbad stehen).
Etwa 35 Minuten im Ofen backen, dann mit einem Holzstab wie beim Kuchen testen, ob der Pudding fertig ist.
Zum Schwarzbrot-Pudding haben wir in Honig fermentierte Aroniabeeren serviert. Wohl bekomm‘s!
Quelle: Miriam Dick, leidenschaftliche Köchin, Kräuterpädagogin und Vielfaltsgärtnerin. In Anlehnung an das Schwarzbrot-Pudding Rezept aus dem Kochbuch „Kochen für drei und mehr Personen“, Verlag von R. Dienstbier, München, 1922
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